Terms and Definitions

A
Absolutwertgeber
Antriebsräder für Stahlketten
Asynchronfahrt ohne Gruppenabschaltung
Asynchronfahrt mit Gruppenabschaltung

B
BGV-C1 / VBG-70

E
Einrichtbetrieb
Einzelplatzsteuerungen

F
Frequenzumrichter

H
Hauptbedienrechner

I
I/O Karte
Inkrementalgeber
INTERBUS

K
Kraftmessdose

M
Motorunterverteilung

N
Netzwerksteuerungen
Not-Aus-Steuerung

P
Punktzüge
Punktzuganlage
Punktzuggruppe

R
Rechnersteuerungen
mit sicherheits relevanten Aufgaben
ohne sicherheitsrelevante Aufgaben

S
Schaltrechner
Showsteuerung
Sicherheitsmaßnahmen
Stahlketten nach VBG-70

U
Unterlastabschaltung

V
VBG-8
VBG-70

W
Wegsynchronfahrt

Z
Zeitsynchronfahrt
Zusatzbedienstation

Absolutwertgeber

Gerät zur Erfassung von Wegen auf der Basis eines absoluten Signals. Die Zwischenspeicherung erfolgt im Gerät, so dass nach Stromausfall die exakte Position zum Rechner gemeldet wird. Resetfahrten sind nicht notwendig. Es können verschiedene Datenübertragungsprotokolle zur Anwendung kommen


Antriebsräder für Stahlketten

Bei Stahlketten muss sichergestellt sein, dass mindestens 3 Kettenglieder formschlüssig im Ein- griff sind. Die Stahlketten müssen im Bereich der Antriebsräder so geführt sein, dass ein störungsfreier Ein- und Auslauf sichergestellt wird. Antriebsräder müssen mindestens 5 Taschen haben um diese Anforderungen zu erfüllen.


Asynchronfahrt ohne Gruppenabschaltung

Fahrt, bei der alle Punktzüge einer Punktzuggruppe nach dem gemeinsamen Start ohne gegenseitige Beeinflussung fahren.


Asynchronfahrt mit Gruppenabschaltung

Fahrt, bei der alle Punktzüge einer Punktzuggruppe nach dem gemeinsamen Start mit gegenseitiger Beeinflussung fahren.


BGV-C1 / VBG-70

Deutsche Norm für den Einsatz von Maschinen und Einrichtungen in allen öffendlichen Spiel- und Versammlungsstätten ( z.B. Theater, Hallen, Diskotheken, Messen, etc.). Kettenzüge und Steuerungen, die der BGV-C1 entsprechen, sind zum Verfahren von Lasten über Personen zugelassen. Die Ausrüstung der Antriebe kann je nach Art der Benutzung unterschiedlich sein. Es wird zwischen Einrichtbetrieb und szenischer Bewegung unterschieden. Bei bestimmten Konfigurationen der Last sind synchrone Gruppenfahrten vorgeschrieben. ( siehe Merkblatt der Hörrundfunkanstalten, BGV-C1 (VBG-70), DIN-56925, etc.) s. Stahlketten nach VBG-70

Alle Informationen ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit , Irrtümer vorbehalten!


Einrichtbetrieb

Beim Einrichtbetrieb erfolgt eine Fahrt nach Sicht, mit oder ohne Beeinflussung der in der Gruppe beteiligten Kettenzüge. Das Verfahren von Lasten über Personen ist mit dieser Steuerung verboten.


Einzelplatzsteuerungen

Rechnersteuerung bei dem die Daten Ein-und Ausgabe direkt von einem Bedienrechner realisiert wird. Auf Grund der begrenzten Anzahl der Steckplätze für die I/O-Karten ist die Steuerung auf 16 Motoren begrenzt. Für größere Anwendungen werden Netzwerksteuerungen eingesetzt.


Frequenzumrichter

Elektronisches Gerät zur Drehzahländerung der Antriebe um ein sanftes Anfahren und Stoppen zu gewährleisten. Durch den Einsatz eines Frequenzumrichters sind weg-und zeitsynchrone Fahrten möglich. Die Drehzahländerung erfolgt durch Änderung der Ausgangsfrequenz.


Hauptbedienrechner

Rechner zur Visualisierung der Steuerung, sowie zur Eingabe der Steuer- und Konfigurationsbefehle. Der Hauptbedienrechner wird mit dem (den) Schaltrechner(n) über ein ETHERNET-Netzwerk verbunden, die Übertragung der Steuerbefehle an den Schaltrechner erfolgt mittels einem speziellen Protokoll.


I/O Karte

Spezielle PC Karte mit 24 VDC Ein-und Ausgängen zur Übergabe der Daten an den Steuerungsprozess. Diese Karte hat 48 Kanäle, die über ein SUB-D50 Kabel mit je einer Motorunterverteilung verbunden wird.


Inkrementalgeber

Gerät zur Erfassung von Wegen auf der Basis eines Optokopplers. Die Signale werden mit 24 VDC Impulsen in die Steuerung eingelesen. Es können Geber mit verschiedenen Auflösungen zum Einsatz kommen. Eine Zwischenspeicherung im Gerber erfolgt nicht. Die Zwischenspeicherung erfolgt in der Steuerung.


INTERBUS

Feldbus nach Industrie-Norm, zur Dezentralisierung der Ein- und Ausgabestationen. Durch die Anwendung dieses Feldbusses ergibt sich ein geringer Installationsaufwand und eine höhere Flexibilität der Anlage. Erweiterungen sind unkompliziert zu realisieren.


Kraftmessdose

Auswerteinheit auf der Basis eines Dehnmesstreifens (DMS), das Signal wird in ein Stromsignal gewandelt, um eine sicherere Übertragung mit längeren Kabel zu gewährleisten. (0-20 / 4-20 mA)

Die Kraftmessdose ist kein geeichtes Gerät im Sinne einer Waage, es erfolgt nur eine Lastüberwachung. Die Einbindung der Signale in die Rechnersteuerung ermöglicht die Erfassung von Einzel-, Gruppen- bzw. der Gesamtlast des Systems. Beim Erreichen der Über-bzw. Unterlastgrenze wird die Gruppe abgeschalten.


Motorunterverteilung

19" Einschub für jeweils 8 Motoren zur Koordinierung der Steuersignale mit dem notwendigen Kraftstrom. Jeder Motor ist einzeln abgesichert, der Anschluss der Motoren erfolgt über ein Modulsteckersystem um eine Verwechselung der Pins auszuschließen. Weiterhin wird der Einsatz von vorhandenen Multicorecabeln verhindert, da nicht auszuschließen ist, dass eine fehlerhafte Belegung der Pins möglich ist.


Netzwerksteuerungen

Diese Art der Steuerungen kommt zum Einsatz, um größere Konfigurationen von Antrieben zu steuern,

Die Vorteile sind Dezentralisierung der Motorunterverteilungen und somit eine einfacherere Installation, sowie eine höhere Rechengeschwindigkeit durch Verteilung der Rechenleistung auf mehrere Rechner.


Not-Aus-Steuerung

Durch eine Not-Aus-Einrichtung muss der Punktzug oder die Punktzuggruppe stillgesetzt werden können. Sind mehrere Steuerstellen vorhanden, muss dort jeweils eine eigene Not-Aus-Einrichtung vorhanden sein. Nach entriegeln Enriegeln des Not-Aus-Schalters dürfen die Triebwerke nicht selbstständig anlaufen.


Punktzüge

Punktzüge werden in Produtions- und Versammlungsstätten für szenische Darstellung zum Halten und Bewegen von Lasten (z.B. Dekorationsteile, Traversen, Beleuchtungsgeräte usw. ) über Personen eingesetzt.


Punktzuganlage

Anlage bestehend aus mindestens zwei Punktzügen.


Punktzuggruppe

Punktzüge, die durch eine Befehlseinrichtung gemeinsam gefahren werden.


Rechnersteuerungen mit sicherheitsrelevanten Aufgaben

Hard-und Software von Sicherheitseinrichtungen müssen so ausgelegt sein, dass beim Auftreten von Fehlern die gesamte Anlage in den sicheren Zustand überführt wird. (DIN-56925, BGV-C1 (VBG-70), etc. )


Rechnersteuerungen ohne sicherheitsrelevante Aufgaben

An Rechnersteuerungen ohne sicherheitsrelevante Aufgaben werden keine besonderen Anforderungen gestellt, wenn sie keine sicherheitsrelevanten Aufgaben haben. Der Rechner darf keinen Einfluss auf die Wirkung der Totmannschaltung und Sicherheitseinrichtungen haben. (DIN-56925, BGV-C1 (VBG-70), etc.)


Schaltrechner

Rechner der über ein ETHERNET-Netzwerk mit dem Bedienrechner verbunden wird. Die Daten-Ein-und Ausgabe erfolgt auf diesem Rechner, die Visualisierung erfolgt auf dem Bedienrechner. Mit einem speziellen Protokoll werden alle Rechner überwacht, beim Ausfall eines Rechners die komplette Anlage stillgesetzt.


Showsteuerung

Die Showsteuerung ist zum Verfahren von Lasten über Personen zugelassen. Alle Antriebe werden auf Fehler überwacht. Beim Auftreten eines Fehlers wird die gesamte Gruppe stillgesetzt und es wird angezeigt, welcher Kettenzug zum Stillstand der Gruppe geführt hat. Beim Einsatz von Antrieben mit Inkremental- oder Absolutwertgeber werden die Antriebe auf korrekte Drehrichtung überwacht und akkurat positionert, beim Einsatz von Zeitsteuerungen wird die Positionierung durch Zeitimpulse realisiert, eine Justage erfolgt am vorhandenen Betriebsenschalter, damit sich Laufzeitunterschiede nicht kumulieren können.


Sicherheitsmaßnahmen

Der Punktzug muss spätestens beim 1,2 fachen Wert der Nennbelastung stillgesetzt werden. Triebwerke, müssen beim Überschreiten der Nenngeschwindigkeit (1,2-fach) stillgesetzt werden. Die Punktzuggruppe muss beim Erreichen Ihrer Gleichlaufgrenzabweichung stillgesetzt werden. Beim Überfahren der vorgegebenen Zielpunkte müssen die Antriebe zum Stillstand kommen. Die Punktzuggruppen müssen bei Nichteinhalten vorgegebener Zielpunkte zum Stillstand kommen.


Stahlketten nach VBG-70

Die als Tragmittel verwendeteten Rundstahlketten müssen bei maximaler Nennbelastung einen Sicherheitsfaktor von mindestens 10 aufweisen, bezogen auf die in der DIN-5684-3 festgelegte Bruchkraft, wobei der 2-fache Wert der Nennbelastung die vom Hersteller angegebene Tragfähigkeit nicht überschreiten darf.


Unterlastabschaltung

Nach VBG-70 ist die Abschaltung des Antriebes bei Unterlast bzw. Schlaffkette gefordert. Zum Fahren des Antriebes im Senkbetrieb, zum Anschlagen der Last, ist eine Überbrückung zugelassen.


VBG-8

Die VBG-8 ist die deutsche Norm zum Einsatz von Kettenzügen in der Industrie. VBG-8 Kettenzüge kommen auch im Showbereich zum Einsatz, wobei die Normen genau beachtet werden müssen. Das Verfahren von Lasten mit diesen Zügen ist verboten. Der Aufenthalt unter Lasten, die mit VBG-8 Zügen gehoben wurden ist nur zulässig, wenn dies betriebsmäßig notwendig ist, und wenn die Züge vollständig durch Einsatz einer zweiten Lastaufnahme entlastet wurden.


VBG-70

s. BGV-C1 oder Stahlketten nach VBG-70


Wegsynchronfahrt

Synchronfahrt, bei der alle Punktzüge einer Punktzuggruppe eine gleich lange Strecke gleichzeitig und in gleicher Zeitspanne fahren.


Zeitsynchronfahrt

Synchronfahrt, bei der alle Punktzüge einer Punktzuggruppe nach dem gemeinsamen Start in gleicher Zeit unterschiedliche Strecken fahren.


Zusatzbedienstation

Zusätzlicher Steuerungscomputer, der über das ETHERNET-Netzwerk mit dem Bedienrechner und den Schaltrechnern verbunden wird. Durch den Einsatz dieser Zusatzbedienstation ist es möglich, dass mehrere Arbeitsgruppen gleichzeitig die Analge steuern. Die Doppelbedienung von Antrieben und Antriebsgruppen wird durch den Einsatz eines speziellen Protokolls verhindert. Weiterhin steht dem Benutzer eine redundante Datensicherung für alle Funktionen zur Verfügung.



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